Heise 17.07.2026
07:30 Uhr

heise+ | Biotreppe und Netzentgelte: Warum die Gasheizung zur Kostenfalle werden kann


Trügerische Wahlfreiheit: Das GModG streicht Vorgaben, baut aber eine potenzielle Kostenfalle auf. Was die Gasheizung in den kommenden Jahren teuer macht.

heise+ | Biotreppe und Netzentgelte: Warum die Gasheizung zur Kostenfalle werden kann

Nach monatelangem Hickhack haben Bundestag und Bundesrat das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) Anfang Juli 2026 verabschiedet. Die verpflichtende 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien entfällt – künftig darf man also auch wieder klassische Gas- und Ölheizungen einbauen.

Ganz ohne Vorgaben kommen aber auch die nicht davon: Über die sogenannte Biotreppe muss dem Gas ab 2029 schrittweise ein steigender Anteil Biokraftstoffe beigemischt werden. Für Hauseigentümer klingt das zunächst nach einem pragmatischen Mittelweg zwischen Klimaschutz und Wahlfreiheit – oder wie die Bundesregierung es nennt – Technologieoffenheit.

Wie teuer dieser „Pragmatismus“ über 20 Jahre werden könnte – im Vergleich zu Wärmepumpe und Fernwärme – und welche Entwicklungen die Kosten einer fossilen Heizung künftig noch stärker beeinflussen könnten, zeigt dieser Artikel anhand der Gasheizung und Biomethan.